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Nach dem Ersten Weltkrieg: Gründung verschiedener Torfwerke, Torfstreufabriken und Moorgutgesellschaften, die den wirtschaftlichen Aufschwung der Gemeinde stark förderten. 1925 erfolgte der Ausbau des vormaligen Hunte-Ems-Kanals zum Küstenkanal, der 1935 als Großschifffahrtsweg freigegeben wurde. 1934 Eingemeindung der Bezirke Friedrichsfehn, Harkebrügger Mark und Hansa. Im Jahre 1939 zählte die Gemeinde 7.117 Einwohner. Gegen Ende des letzten Krieges fanden rund 2.000 Vertriebene in der Gemeinde eine zweite Heimat. .... bis zur Gegenwart Wir schreiben das Jahr 1945. Das große Völkerringen - der zweite Weltkrieg - neigt sich seinem bitteren Ende entgegen. Im April erreichen die Kampfhandlungen das Gemeindegebiet. Edewecht wird zum fünften Male in seiner Geschichte in Schutt und Asche gelegt. Über 1.000 Wohn- und Geschäftshäuser werden total zerstört, rund 1.200 Gebäude teilweise ruiniert. Es sind hohe Verluste an Menschenleben (über 1.000) zu beklagen. Nach der Stunde "Null" galt es zunächst, die bitterste Not zu lindern. Es fehlte an Wohnraum, ein großer Teil der Bevölkerung hatte nur sehr wenig zu essen und die hohe Zahl der Heimatvertriebenen stellte die damals Verantwortlichen vor fast unlösbare Aufgaben. Edewecht konnte sich aus kleinsten Anfängen heraus in einer relativ kurzen Zeit zu einer Wirtschaftsgemeinde entwickeln. In seinen Grenzen beherbergt Edewecht mehrere in der Ernährungswirtschaft arbeitende Firmen, deren Spitzenprodukte auf den nationalen Märkten nicht mehr wegzudenken sind. Auch über die Grenzen Deutschlands hinaus finden die Produkte zunehmend Anerkennung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Metallverarbeitung. Es ist falsch, wenn angenommen wird, Edewecht verdankt seine Wirtschaftskraft nur der Großindustrie. Eine derartige Monokultur birgt enorme Gefahren in sich, wenn sie das einzige "Standbein" der Kommune ist. Deshalb ist es aus Sicht der Gemeinde Edewecht richtig, dass der wichtige Mittelstand gesund ist und weiter gefördert wird. Ein immer mehr in den Vordergrund dringendes Thema ist der Umweltschutz. Aus kommunaler Sicht ist in diesem Zusammenhang an erster Stelle die Abwasserbeseitigung zu nennen, in die bisher etwa 50 Mio. DM investiert wurde. Die Gemeinde hat die Abwasserbeseitigung im Jahre 1991 privatisiert und an die Energieversorgung Weser-Ems AG übertragen. Neben einer Großkläranlage nach dem neuesten Stand der Umwelttechnik sorgen über 60 km Freigefällekanal und ca. 180 km Druckrohrleitung mit 30 Pumpstationen und zahlreiche Kleinpumpwerke für eine ordnungsgemäße Entsorgung des Abwassers. Ständig neue Anforderungen an die Abwasserqualität erfordern wiederum neue Investitionen. Trotz dieser "Anstrengungen" ist die Abwassergebühr vergleichsweise sehr günstig. Die Einwohnerzahl der Gemeinde hat sich seit dem Ende des Krieges nahezu verdoppelt. Waren es 1950 noch 9.470 Einwohner, so kann Edewecht im Jahre 2000 eine stolze Einwohnerzahl von 19.327 aufweisen. Dies spricht für die Attraktivität der Gemeinde.
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